Hier einige Punkte zur Unterscheidung:
Eine Massage, bei der von Anfang an klar ist, dass sie mit der Entladung in einem Orgasmus endet, kann sicher sehr schön und entspannend sein, doch handelt es sich in diesem Fall nicht um eine Tantra-Massage.
Das Gleiche gilt für eine erotische Massage die als Vorspiel zur sexuellen Vereinigung dient.
In beiden Fällen wird der tantrische Grundsatz der Absichtslosigkeit nicht beachtet, denn beide Partner haben ja ein Ziel: Den Orgasmus bzw. die Vereinigung.
Eine echte Tantra-Massage führt in eine höhere Dimension der Entspannung.
Beide Partner werden eins (energetisch), ihre Energie beginnt kreisförmig ineinander zu fließen. Dabei geht keine Energie verloren, sondern im Gegenteil, es kommt immer neue Energie hinzu, denn durch die tiefe seelische Berührung mit dem Partner wird jede einzelne Zelle stimuliert. Der/die aktive, gebende PartnerIn geht ganz auf in der Berührung. Die/der passive/nehmende PartnerIn genießt die sinnlichen Berührungen, lässt sich fallen und steigt auf, in Hingabe und Lebenslust.
Wenn beide im Hier und Jetzt bleiben können, ohne an irgend einem Punkt zielgerichtet zu werden, wenn sie auf einem hohen Energieniveau ganz entspannt bleiben können, ohne Ejakulation, ohne die Energie zu verschleudern, dann wird die Massage zur Meditation.
Für uns ist Tantra-Massage zwar ein sehr offener Begriff und die Möglichkeiten und Spielarten sind sehr vielfältig, dennoch – beliebig dehnbar ist dieser Begriff nicht.